Nicht nur seine wissenschaftlichen Werke, sondern auch seine Briefe weisen Freud als Schriftsteller ersten Ranges aus. Sie sind eine einzigartige historische Quelle für Freuds Biografie und die der hier erwähnten Personen, die psychoanalytische Ideen- und Institutionsgeschichte und natürlich für die Zeit, in der Freud lebte. Die Briefe werden damit gleichsam zu einem parallelen Œuvre und stellen, vor allem was die großen Schülerkorrespondenzen betrifft, eine unverzichtbare Ergänzung und Vervollständigung des wissenschaftlichen Werkes dar.
Das Briefwerk umfasst Briefe, Postkarten, Ansichtskarten, Telegramme, Briefumschläge und Beilagen. Freuds Korrespondenz übertrifft in ihrem Umfang deutlich den seiner wissenschaftlichen Arbeiten: Seriöse Schätzungen gehen von 20.000 oder mehr Briefen aus, die Freud im Laufe seines Lebens geschrieben hat. Mehr als die Hälfte davon sind erhalten, etwa 7.000 Briefe sind publiziert und um die 4.000 Briefe sind noch nicht in gedruckter oder bearbeiteter Form veröffentlicht.

work in progress:
In der Datenbank der Edition liegt bereits ein großer Teil des Briefwerkes (als Faksimile und vielfach bereits transkribiert von Ernst Falzeder) vor.
Frei zugänglich (als Faksimile und versehen mit einer diplomatischen Umschrift) sind zur Zeit die Schreiben von Sigmund Freud an Abraham A. Brill und an Emma Eckstein.

Gesamtliste der Freud-Korrespondenzen
Faksimile