Selbst „noch der kleinste und unwichtigste Brief trägt den Stempel seiner Sprache und seines Denkens“ (Fichtner 1989, 806). Freuds Briefe sind aber nicht nur ein literarisches und zeitgeschichtliches Dokument ersten Ranges, sondern auch eine einzigartige historische Quelle für Freuds Biografie, zu den in seinen Briefen erwähnten Personen und seinen KorrespondenzpartnerInnen, für die psychoanalytische Ideengeschichte, die Entwicklung der psychoanalytischen Methode und Bewegung und natürlich für die Zeit, in der Freud lebte. Die Briefe werden damit gleichsam zu einem parallelen Œuvre und stellen, vor allem was die großen Schülerkorrespondenzen betrifft, eine unverzichtbare Ergänzung und Vervollständigung des wissenschaftlichen Werkes dar.
Das hier vorgestellte Briefwerk umfasst alle erhaltenen Briefe, Postkarten, Ansichtskarten, Telegramme, Briefumschläge und Beilagen von und an Freud. Es ist in Korrespondenzen gegliedert, innerhalb dieser sind die Briefe chronologisch nach Autorin und Adressatin erfasst. Freuds Briefwerk ist in Korrespondenzen gegliedert, innerhalb dieser sind die Briefe chronologisch nach Autorin und Adressatin erfasst.

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