Ziel dieser digitalen kritischen Ausgabe ist die vollständige Edition der gesamten Schriften von Sigmund Freud, die auch sein Frühwerk, das Briefœuvre und die hinterlassenen Handschriften einschließt und dabei sowohl die Kriterien einer historisch-kritischen Edition erfüllt als auch auf die gute Lesbarkeit der Texte achtet. Die Schriften sind auf einem Datenträger versammelt, werden nach einheitlichen wissenschaftlichen Kriterien neu erschlossen und sind mit verschiedenen Suchfunktionen ausgestattet.

ZUR TEXTKONSTITUTION

Erfassung und Gliederung der Textzeugen

Dem wissenschaftlichen Standard einer historisch-kritischen Gesamtausgabe folgend, werden bei jedem Werk und jedem Brief alle für die Edition relevanten Textträger – von der Entstehung bis zur Fassung letzter Hand – berücksichtigt. Die Schriften von Sigmund Freud sind in der vorliegenden Edition in „Werk“ und „Briefœuvre“ gegliedert.
Davon gesondert werden in dieser Edition auch jene psychoanalytischen Periodika und Werkausgaben und Verlagsinitiativen als Teil des Freudschen Opus dokumentiert, die er – auch als Herausgeber – initiiert und maßgeblich beeinflusst hat.

Zum Werk

Zum Werk Freuds zählen natürlich seine wissenschaftlichen Druckschriften, aber auch Arbeiten, die er zusammen mit anderen Autorinnen verfasste, seine Vorträge, Lexikonbeiträge, Selbstdarstellungen, Vorworte zu eigenen Schriften und zu denen anderer Autorinnen, seine Rezensionen, Gutachten, Selbstdarstellungen, Würdigungen und  Nachrufe, sowie seine Übersetzungen von Texten anderer Autorinnen.

Freuds handschriftlicher Nachlass (mit Ausnahme der Druckvorstufen bei von ihm selbst publizierten Werken) und die Miszellen sind kategorial vom Druckwerk zu unterscheiden, werden aber in der digitalen Edition formal wie Werke behandelt. Sie umfassen so unterschiedliche Texte wie die von Freud selbst nicht veröffentlichten Manuskripte, seine Notizen, Widmungen, Empfehlungen, Randbemerkungen in Büchern, Krankengeschichten, Krankenblätter und Fallvignetten, Autobibliographien, Chroniken, Kalendereinträge, Patientenkalender, Interviews und überlieferte Diskussionsbeiträge. Berücksichtigt werden auch Werke oder Werk-Manifestationen, die nicht überliefert, sondern nur mehr indirekt zu erschließen sind.

Diese digitale Gesamtausgabe orientiert sich an einem Werkbegriff, wie er in den Functional Requirements for Bibliographic Recording (FRBR) zur bibliografischen Erfassung von Werken in ihren verschiedenen Ausarbeitungsstufen definiert wird. Dieses Modell geht von vier Entitäten (work, expression, manifestation, item) aus, die die logischen Anforderungen für den bibliografischen Datensatz dieser historisch-kritischen Edition erfüllen. Die Entitäten werden für jedes Werk systematisch erfasst und bilden die Grundstruktur der Edition. 
So verstanden ist ein Werk („work“) eine einheitliche, intellektuelle (oder künstlerische) Schöpfung und wird editorisch auch so behandelt. Dabei ist nicht eine konkrete Version gemeint, sondern das Werk an sich – zum Beispiel die ›Illias‹, die ›Zauberflöte‹, die ›Traumdeutung‹. Das Werk kann in mehreren Expressionen („expression“) vorliegen, also in einer Form, die das Werk jedes Mal annimmt, wenn es eine Realisierung erfährt; jede Veränderung des Inhaltes bildet eine neue Expression. Werk und Expressionen sind abstrakte Entitäten.
Manifestationen („manifestation“) eines Werkes hingegen sind Verkörperungen eines Werkes wie etwa die 4. Auflage der ›Traumdeutung‹. „Als Entität stellt die Manifestation alle physischen Objekte dar, die sowohl im Hinblick auf den intellektuellen Inhalt als auch auf die physische Form dieselben Eigenschaften haben.“ (IFLA, S. 20) Die letzte Entität stellt das Exemplar („item“) dar. Als Exemplar versteht man das einzelne Stück eines Werkes, etwa ein einzelnes, konkretes Buch, das sich z. B. in der Edition in Form eines Faksimiles abgebildet findet. 
Wir differenzieren in der kritischen Edition allerdings – noch – nicht zwischen Expression und Manifestation eines Werkes. Wir sprechen von der Abstrakten Entität eines Werkes, das in unterschiedlichen Manifestationen vorliegt, die alle in das Werkverzeichnis aufgenommen werden, solange sie zu Lebzeiten Freuds entstanden und damit von ihm autorisiert wurden. Erst nach Abschluss der Editionsarbeiten können wir als Ergebnis des Vergleiches der Textvarianten eines Werkes die Expressionen bestimmen und ihnen ihre Manifestationen zuordnen. Arkaid Blatow veranschaulichte dies am Beispiel der Schrift ›Der Wahn und die Träume in W. Jensens „Gradiva“‹ (1907a [1906]) und zeigte, „dass die zweite Auflage (1912) eine neue Expression darstellt, weil ein ergänzender Nachtrag beigemengt wurde. Hingegen die dritte Auflage (1924) ist ein photomechanischer Manuldruck der zweiten Auflage, entsprechend handelt es sich lediglich um eine neue Manifestation der nämlichen Expression.“ (Diercks; Blatow, 2021)

Entsprechend dem historischen Aspekt dieser Edition werden zur Dokumentation der Textgenese alle Varianten eines Werkes herangezogen, die Freud verfasste beziehungsweise veröffentlichte; beim Druckwerk etwa sind das die Druckvorstufen (Entwürfe, Reinschriften, Druckfahnen), die Editio princeps und alle Auflagen bis zur Ausgabe letzter Hand, die als die vom Autor verfasste endgültige Bearbeitungsstufe beim Druckwerk auch die Textgrundlage für die kritische Ausgabe (den Editortext)  bildet, die mit dem textkritischen Apparat ausgestattet wird.
In späterer Folge werden auch alle von Freud im weitesten Sinne autorisierten Übersetzungen in das Werkverzeichnis aufgenommen. Enthalten sie Zusätze, die in der Originalfassung nicht vorkommen, werden diese Zusätze als Textvariante behandelt.

Werk-Kategorien

Die Werke sind chronologisch nach dem Jahr der Niederschrift / Erstpublikation und sekundär nach Werk-Kategorien geordnet, die im Zuge der Bearbeitungen noch weiter modifiziert werden:

Publikationen

Nachlass

Miszellen

Anzeige, Mitteilung, Preis

Ansuchen

Audio

Bericht, verfasst von Freud

Chronik, Liste, Bibliografie

Diskussionsbeitrag

Brief u.a.

Empfehlung, Zuweisung, Bestätigung, Zeugnis

Dokument

Ergänzung, Nachtrag

Kalender

Foto

Festschrift

Krankengeschichte, Vignette

Überlieferung

Fußnote

Korrekturen, Anmerkungen

Video

Gutachten, Stellungnahme

Manuskripte

Diverses

Interview

Notiz, Aphorismus, Fragment 

 

Kommentar, Bemerkung,

Randbemerkung

 

Lexikonbeitrag

Randbemerkung in Büchern

 

Manifest, Aufruf

Rezept

 

Nachruf

 

 

Protokoll, verfasst von Freud

Widmung

 

Rede, Vortrag

 

 

Rezension

 

 

Selbstdarstellung, Autobiografie

 

 

Übersetzung

 

 

Umfrage

 

 

Vorlesung

 

 

Vorwort,  Geleitwort, Nachtrag

 

 

Wissenschaftliche Arbeit

 

 

Zum Briefœuvre

Alle Schreiben sind nach Autor, Adressat und Datum gegliedert und in Korrespondenzen zusammengefasst. Im Brief-Œuvre werden nicht nur alle erhaltenen Briefe, Postkarten, Ansichtskarten, Telegramme, Briefumschläge und Beilagen, die Sigmund Freud verfasst oder erhalten hat, erfasst, sondern auch Briefentwürfe und Briefe, von deren Existenz wir nur Kenntnis haben, deren Inhalt wir aber nicht – oder nur in Auszügen oder über Abschriften oder aus Berichten – kennen. Die Schreiben sind nach Autor und Adressat gegliedert und in Korrespondenzen zusammengefasst.

Sigmund Freud als Herausgeber

Freuds publizistischen Leistungen als Herausgeber seines eigenen Werkes und von psychoanalytischen Periodika sowie als Verleger werden gesondert erfasst. Er hat sie als wichtige Medien für psychoanalytische Veröffentlichung angesehen und in ihnen nicht nur viele seiner eigenen Schriften publiziert und sondern oft sogar eigens Texte dafür geschrieben, um den Absatz zu fördern. Auch hatte er sich etwa an der Erstellung des Index der Gesammelten Schriften beteiligt.
Zu den von Freud mitgestalten Werkausgaben und Periodikas sind Dokumentationen zu ihrer Entstehungsgeschichte und ihrem weiteren Schicksal in Arbeit.
Die Inhalte der Werkausgaben sind bereits Teil der textkritischen Edition, die Periodika sind elektronisch als Faksimile und nach ihrem Inhalt geordnet erst noch zu erfassen.

DARSTELLUNG DER HISTORISCHEN TEXTZEUGEN

Faksimile-Ausgabe der Werke und Korrespondenzen

Das digitale Medium der Edition erlaubt es, alle Werke und ihre Textvarianten, alle handschriftlichen Textzeugen und das hinterlassene Briefwerk – nach Möglichkeit — auch als Faksimile der originalen, historischen Quellen zu präsentieren

Metadaten

Die Faksimiles sind mit Metadaten versehen, die Auskunft über Herkunft und Beschaffenheit der Überlieferungsträger geben.

Diplomatische Umschriften

Von den historischen Textquellen werden jeweils originalgetreue, diplomatische Umschriften verfertigt, an denen erfolgt dann die weitere editorische Erschließung.
Damit liegt eine jederzeit am Original überprüfbare Textgrundlage für jede Handschrift und jede Variante eines von Freud publizierten Werkes vor.
Die Umschriften erfolgen nach genau festgelegten philologischen Richtlinien, die gesondert beschrieben werden.
Die Texte (diplomatische Umschrift) der Manifestationen eines Werkes und das im Gefolge der HK-Edition edierte Werk werden – mit wenigen Ausnahmen – freigehalten von editorischen und sacherschließenden Anmerkungen. Diese werden, wie der gesamt textkritische Apparat, gesondert aufrufbar sein.
Ruft man in der digitalen Ausgabe die Kategorie „Werk“ auf, dann finden sich die Optionen für die Suche nach einem Werk, die nach dem Jahr der Erstveröffentlichung oder Niederschrift, den Signaturen (SFE, SFG, M-P/F/H), dem Titel und den Werk-Kategorie erfolgen kann.
Ruft man in der digitalen Ausgabe ein konkretes Werk auf, dann trifft man auf eine kurze Einleitung und die Übersicht über alle relevanten Textvarianten

  • in Form von Kacheln, die jeweils das Faksimile der ersten Seite des Textes zeigen, versehen mit der Signatur dieser Textvarianten und
  • in Form einer Liste der bibliografischen Einträge der Textvarianten dieses Werkes.

In der rechten Spalte finden sich alle Kommentare, das Impressum & Danksagungen und die Metadaten zum Werk.

Ruft man in der digitalen Ausgabe die Manifestation eines Werkes auf, dann findet man das Faksimile der jeweiligen Manifestation und eine diplomatische Umschrift des Textes. In der rechten Spalte finden sich Metadaten zur Manifestation und ggf. Anmerkungen.

SIGNATUREN (SIGLEN) DER WERKE UND BRIEFE

Bei dem von Freud selbst in Druck gegebenen Werk orientieren sich die Siglen dieser digitalen Ausgabe (SFE) zumeist an jenen der SFG, um sie aber unterscheidbar zu machen, weil man diesen Signaturen zwar sehr weitgehend aber nicht immer folgen kann, sind sie dreistellig: SFG: 1900-01, SFE: 1900-001. Die Signaturen des von Freud nicht publizierten Werkes (Nachlass, Miszellen) setzen sich ebenfalls aus dem Jahr der Niederschrift und einer dreistelligen Zahlenfolge zusammen, die mit 101 beginnt. So hätte dann der ›[Entwurf einer Psychologie]‹ die Signatur (1895-104). Die Signatur der jeweiligen Textvariante eines Werkes generiert sich aus der Werk-Signatur und dem Erscheinungsjahr der Textvariante. Sind im gleichen Jahr mehrere Varianten erschienen, dann werden sie durch Zusätze unterschieden. 
Basierend auf dem Werkverständnis, auf das diese Edition aufgebaut ist, generierte sich ein neu systematisiertes Werkverzeichnis, in das alle Werke mit ihren für diese Edition relevanten Textvariante, sowie auch der unpublizierte oder erst posthum publizierte Nachlass Eingang finden. Diese Texte und Textvarianten sind mit einer eigenen Signatur versehen, die sowohl über den Entstehungs- und Publikationsjahr als auch den Werkkontext Auskunft gibt. In der Werkbibliografie sind die für die Edition relevanten Publikationen verzeichnet.

Das Briefverzeichnis wird vom Werk getrennt geführt und verzeichnet alle Briefe und Gegenbriefe, von denen wir Kenntnis haben, die Bibliografie führt die Erstpublikation von Briefen und die Ausgaben von Korrespondenzen in der Originalsprache. Jeder Brief ist durch Autorin, Adressatin und Datum des Briefes definiert, daraus generiert sich eine eigene Signatur für jeden einzelnen Brief und eine Signatur für die jeweilige Korrespondenz.
Über eine Konkordanz werden diese Signaturen mit den Signaturen des Werkverzeichnisses von M-P/F/H in Beziehung, dessen Signatur werden bei den bibliografischen Angaben zu den publizierten Briefen im Sinne einer Konkordanz mitgeführt. Das Briefverzeichnis wird über 16.000 Schreiben erfassen.

Diese Neusystematisierung der Verzeichnisse und Signaturen stützt sich weitgehend auf die klassische Freud-Bibliografie von Ingeborg Meyer-Palmedo, Gerhard Fichtner und Albrecht Hirschmüller (1999, 2014) sowie die Signaturen der Sigmund Freud Gesamtausgabe (SFG) von Christfried Tögel. Eine Konkordanz stellt die Verbindung zu den vorliegenden Signatur- und Bibliografie-Systemen her.
Aufbau und Details der Bibliografie werden in einem eigenen Text zur Diskussion gestellt

DATENMODELLIERUNG UND DIGITALE ARBEITSUMGEBUNG

Zur Vorbereitung der TEI-Konvertierung der Texte, ihrer Langzeitspeicherung und ihrer weiteren digitalen Bearbeitung werden alle Besonderheiten der Schriftstücke ausgezeichnet.
Es werden also in einem ersten Schritt in den diplomatischen Umschriften Seiten- und Absatzstruktur, Überschriften-Hierarchisierung, Seitenumbrüche, Fuß- und Endnoten, Kursivierungen, Sperrungen, Unterstreichungen, Hochsstellungen, Einfügungen, Streichungen, etc. ausgezeichnet.
Für die weitere digitale Erschließung der Texte wird in Kooperation mit dem Austrian Centre for Digital Humanities der Akademie der Wissenschaften das digitale Instrumentarium entwickelt, was an anderer Stelle beschrieben wird.

TEXTKRITISCH GENERIERTER EDITORTEXT

Von den historischen Textzeugen zu unterscheiden ist der all diese Quellen berücksichtigende Editortext. Er ist der nach den textkritischen Kriterien erstellte Text eines Werkes der FE-Ausgabe, an den der kritischen Apparat angebunedn ist.

Textgrundlage für den Editortext eines von Freud selbst publizierten Werkes ist in der Regel die Ausgabe letzter Hand. Diese Text wird um die Textstellen aus früheren Ausgaben ergänzt, die in der Ausgabe letzter Hand nicht mehr aufscheinen. Diese Textversion wird – nach Aufhebung des ursprüngliche Zeilen-, Absatz- und Seitenformatierung zum Editortext, an dem die textkritische Auszeichnung erfolgt.
Bei den Autographen (Briefen, von Freud nicht selbst publizierten Manuskripten) entspricht deren diplomatische Umschrift dem Editortext, an dem die textkritische Auszeichnung erfolgt. Bei sehr schwer verständlichen Texten wird parallel dazu eine Leseausgabe erstellt, in der Orthografie und Satzzeichen modernisiert, Abkürzungen aufgelöst und die Sätze vervollständigt sind.

Trennung von ediertem Text und Kommentar

Die kritisch edierten Texte und der Anmerkungsappart sowie die Kommentare werden grundsätzlich getrennt geführt, also der Editortext von Anmerkungen freigehalten. In der digitalen Version ist der kritische Apparat wahlweise zuschaltbar, in der Printversion wäre dafür ein eigene Kommentarband vorgesehen. Damit wird die Lesbarkeit der Schriften gewährleistet und berücksichtigt, dass Anmerkungen und Kommentare weiter Veränderungen (Korrekturen, Erweiterungen) unterworfen sein werden, der sorgfältig kritisch edierte Text hingegen konstant bleiben sollte.
Eine Ausnahme bilden bei den Autorgrafen unleserliche Buchstaben oder Worte, Umstellungen der Wortfolge, die entsprechend markiert sind. Beim vom Freud selbst zum Druck gegebenen Werk ist angedacht, in einer Printversion dieser kritischen Ausgabe die kuratierten Anmerkungen zu den relevantesten Ergebnissen der Kollationierung direkt – etwas in Form von Marginalien, also von an den Textrand gestellten kurzen Hinweisen zu von Freud in späterer Folge vorgenommenen Änderungen – in den Editortext direkt zu integrieren und ggf. die betreffenden Stellen im Text zusätzlich auch leicht farblich zu kennzeichnen; die im Laufe späterer Auflagen gestrichen Textstellen könnten im Anschluss an den edierten Text aufgenommen werden.

TEXTKRITISCHER APPARAT

Der textkritische Apparat gibt Auskunft über die Textträger, Textgenese und alle Veränderungen durch den Autor sowie über allfällige Emendationen und Konjekturen. Anmerkungen, Kommentare und Querverweise und ein ausführlicher Registerapparat ergänzen diese Befunde.

Variantenapparat, Kollationierung

Die für die historische-kritische Ausgabe eines Werkes relevanten historischen Textzeugnisse einschließlich der Paralipomena und den Entwicklungs- und Ausreifungsstufen eines Werkes werden miteinander verglichen. Die Ergebnisse dieses genauen Vergleiches sind im Variantenapparat verzeichnet, der sich als eigene Datei im textkritischen Anhang des Werkes findet.

Registerapparat

Im Begriffsregister sind alle relevanten Begriffe verzeichnet und über die Signaturen und Seitenangabe mit den Textstellen verknüpft, in denen sie vorkommen. Das Begriffsregister verzeichnet auch die Abkürzungen, alternative Schreibweisen, indirekte Nennungen, zusammengesetzte Begriffe, Einträge in anderen Sprachen und mit anderer Schrift,
Im Namensregister sind alle Personen verzeichnet, die in den Werken Freuds, mit denen Freud korrespondiert hat oder die in seinen Briefen vorkommen. Auch indirekte Nennungen, alternative Schreibweisen und Namensänderungen werde erfasst
Das Ortsregister umfasst alle Orte, die im Werk und im Briefoeuvre genannt sind. Alternative Schreibweisen und Nennungen in unterschiedlichen Sprachen werden mit einbezogen.
Im Register der Körperschaften werden alle Körperschafften, Institutionen, aber auch Publikationsorgane verzeichnet
Weiters werde die Träume, Fehlleistungen und Witze ebenso systematisch erfasst wie Krankengeschichten und Fallvignetten. Sind darin Patientinnen genannt, werden deren Namen, wenn sie noch nicht publiziert sind, zumeist anonymisiert wiedergegeben.
Ein Zitatregister verzeichnet Autozitate und Zitate Freuds aus Werken anderer Autorinnen.
Ein eigens Register ist den biografischen Ereignissen aus Freuds Leben gewidmet.

Anmerkungsapparat

Curatierte Anmkerungen dienen zu relevanten Ergebnissen des Variantenvergleiches sind direkt mit dem Editortext verknüpft und mit diesem aufrufbar.
Stellenkommentare dienen der Erläuterung von Textstellen. Sie sind nach Möglichkeit über die Registerbegriffe vernetzt. Autorinnen dieser Kommentare mit Angabe des Veröffentlichungsjahres und spätere Änderungen dieser Kommentare werden ausgewiesen.
Editorische Anmerkungen im Rahmen der Stellenkommentre erfassen Emendationen. 

Kommentare

Die Kommentare umfassen folgende Themen, die entweder unter den entsprechenden Kapiteln im Rahmen eines zusammenfassenden Kommentares abgehandelten werden oder in jeweils getrennten Kommentaren zur Vorstellung kommen.
Zur Differenzierung der Kommentare:

  • Zusammenfassende Einführung in das Werk oder die Korrespondenz
  • Werk-Kontext und Ideengeschichte
  • Quellen zur Entstehungs-und Publikationsgeschichte
  • Textgenese
  • Überlieferung der Textzeugnisse
  • Ergebnissen der der Kollationierung
  • Kommentar zum zeitgeschichtlichen und biografischen Kontext
  • Inhaltlicher Kommentar, Interpretation
  • Kommentar zu Rezeption und Bedeutung
  • Kommentar zu den historischen Übersetzungen
  • Essays

BILIOGRAFIE

Freud-Werkbibliografie: Die Werke Freuds sind mit allen historischen Textvarianten und ausgwählten posthum publizierten Ausgaben in der Werkbibliografie erfasst.
Bibliografie zu den Korrespondenzen: Erstveröffentlichungen von einzelnen Briefen und Korrespondenenzen finden sich bei den bibliografischen Angaben zu den jeweiligen Briefwechseln
Literaturhinweise in den einzelnen Werken Freuds: Sie finden sich im Anschluss an den Editortext in einem Literaturverzeichnis systematisch erfasst.
Sekundärliteratur der Edition: Die für die Erschießung der Werke und Korrespondenzen verwendete Sekundärliteratur wird in der allgemeinen Bibliografie verzeichnet.

SUCHOPTIONEN

Entsprechend der gewählten digitalen Suchoption werden die Werke im Verzeichnis nach Signaturen, Titel, Werkkategorie oder ausschließlich chronologisch geordnet dargestellt.
Beim Briefwerk wird nach Korrespondenzen, Korrespondenzpartnerinnen, Datum des Briefes gesucht werden können, innerhalb einer Korrespondenz sind alle Briefe nach Datum geordnet aus einer Liste aufrufbar.
Mit dem gerade in Entwicklung begriffenen Registerapparat werden die Inhalte der Text durchsuchbar werden. Komplexere Suchmöglichkeiten werden im Rahmen einer nächsten Entwicklungsstufe der Edition erarbeitet.

Christine Diercks (2021 [2013-2021])